Luftrettung
 

Einsatz "Nr.: 74-327/2025 H: Natur u. B:klein"

 Foto vom Album:
Einsatztitel
Nr.: 74-327/2025 H: Natur u. B:klein
Alarmierung
am 26.06.2025 um 18:14 Uhr
Einsatzende
am 01.07.2025 um 21:00 Uhr
Einsatzort
Glienicke
Beschreibung des Einsatzes

Der 26.06.2025 wird den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Glienicke/Nordbahn noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Gegen 18 Uhr zog ein starkes Gewitter mit orkanartigen Böen über Glienicke und richtete teils erhebliche Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen an. Auch zahlreiche Straßen wurden durch umgestürzte Bäume und herabgestürzte Äste blockiert. Schnell wurde klar, dass es sich nicht um einzelne Vorfälle handelte, sondern um eine Vielzahl von Einsatzstellen im gesamten Gemeindegebiet.

 

In der Feuerwache Glienicke wurde im Vorfeld eine Befehlsstelle eingerichtet sowie eine Wachbesetzung hergestellt, an die sich Bürgerinnen und Bürger zur Meldung von Schäden und Gefahrenstellen wenden konnten. Nach Aufnahme der eingegangenen Meldungen machten sich mehrere Führungskräfte auf den Weg, um die betroffenen Orte zu begutachten und nach Dringlichkeit zu priorisieren.

 

Oberste Priorität hatte die Freimachung von Verkehrswegen für den Rettungsdienst und den allgemeinen Fahrzeugverkehr sowie die Abarbeitung von Einsatzstellen, an denen Menschen in Gefahr waren. Nachdem diese Einsätze erledigt waren, wurden die weiteren Schadensmeldungen nach Priorität geordnet und schrittweise abgearbeitet.

 

Gegen 4 Uhr am Freitagmorgen konnten die Einsatzkräfte eine kurze Verschnaufpause einlegen – bevor es bereits um 8 Uhr mit den Aufräumarbeiten weiterging. Auch dieser Tag zog sich bis in die späten Abendstunden. Dennoch konnten nicht alle Einsatzstellen vollständig abgearbeitet werden.

 

Trotz zusätzlicher Unterstützung durch die Feuerwehren aus Schildow, Leegebruch, Velten und Hohen Neuendorf, das Technische Hilfswerk (THW) mit einem Fachberater sowie Mitarbeitende des Bauhofs der Gemeinde dauerten die Aufräumarbeiten auch am Sonntag den ganzen Tag an. An diesem Tag kamen zudem Einsatzkräfte aus dem Mühlenbecker Land, vom Löschzug Schönfließ und Löschzug Schildow, zur weiteren Unterstützung hinzu.

 

Neben der Beseitigung der Sturmschäden wurden die Kameradinnen und Kameraden auch zu einem gemeldeten Kleinbrand alarmiert, der sich glücklicherweise nicht bestätigte. Ein Mehrfamilienhaus musste vorsorglich evakuiert und kontrolliert werden – ein Brand konnte jedoch nicht festgestellt werden.

 

Ein besonderer Dank gilt der Glienicker Bevölkerung für die vielfältige Unterstützung der Einsatzkräfte – sei es durch Getränke, kleine Snacks, Pizzaspenden oder tatkräftige Hilfe beim Räumen von Ästen und umgestürzten Bäumen.

Natürlich konnten nicht alle Einsatzstellen sofort angefahren werden – alle Einsätze mussten nach festgelegten Prioritäten abgearbeitet werden. Bei einigen Bürgerinnen und Bürgern entstand dabei der Eindruck, in ihrer Notlage allein gelassen worden zu sein. Leider konnten nicht alle Gefahrenstellen durch die Feuerwehr selbst beseitigt werden – insbesondere dort, wo spezielles Gerät oder Fachunternehmen erforderlich waren, stießen auch wir an unsere Grenzen.

Auch in den Folgetagen mussten weitere Einsatzstellen abgearbeitet werden, an denen Bäume, Kronen oder größere Äste drohten herabzustürzen und dabei Schäden zu verursachen oder sogar Menschen zu gefährden.

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich für die tatkräftige Unterstützung durch:
    •    die Feuerwehr Leegebruch,
    •    die Feuerwehr Velten,
    •    den Feuerwehr Löschzug Schildow 
    •    die Feuerwehr Löschzug Schönfließ,
    •    den Feuerwehr Stadt Hohen Neuendorf ,
    •    den Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) Lichtenberg,
    •    den Bauhof der Gemeinde Glienicke
    •    sowie alle Bürgerinnen und Bürger, die uns durch ihre Mithilfe, Verpflegung und Anteilnahme unterstützt haben.

 

Ohne diese breite Unterstützung wäre die Bewältigung der Lage in diesem Umfang nicht möglich gewesen.