Am 18. April 2026 fand in der Rüthnicker Heide im Landkreis Ostprignitz-Ruppin eine groß angelegte Katastrophenschutzübung mit dem Szenario eines Wald- und Vegetationsbrandes statt. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit verschiedener Einsatzkräfte und Organisationen zu trainieren sowie Abläufe bei großflächigen Schadenslagen zu optimieren.
Insgesamt nahmen rund 800 Einsatzkräfte aus unterschiedlichen Brandschutzeinheiten (BSE) der Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Havelland, Uckermark, Barnim und Oberhavel teil. Darüber hinaus waren zahlreiche Behörden und Organisationen eingebunden, darunter die Polizei, die Bundespolizei mit ihrer Fliegerstaffel, die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk (THW), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Bundesforstämter, die Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) sowie das Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg.
Die Übung gliederte sich in fünf Stationen mit unterschiedlichen Einsatzschwerpunkten:
* Spezialtechnik für gefährliche Einsatzorte
* Riegelstellung zum Schutz von Ortschaften
* Luftunterstützung und Drohneneinsatz
* Wasserförderung über lange Wegstrecken
* Evakuierung von Ortschaften
Die Freiwillige Feuerwehr Glienicke/Nordbahn war an der Station 1 „Spezialtechnik für gefährliche Einsatzorte“ beteiligt. Dort stellte sie den vom Landkreis Oberhavel neu beschafften Forstmulcher vor. Im Rahmen praktischer Vorführungen konnten die Einsatzkräfte die Vorteile dieser Technik eindrucksvoll kennenlernen. Der Forstmulcher ermöglicht es, schnell und kräfteschonend sogenannte Schutz- bzw. Mineralstreifen zu erstellen, um die Ausbreitung von Vegetationsbränden einzudämmen.
Das Interesse und die Begeisterung der teilnehmenden Kameradinnen und Kameraden waren groß. Gleichzeitig bot die Übung für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Glienicke/Nordbahn eine wertvolle Gelegenheit, die Handhabung der neuen Technik zu vertiefen und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Insgesamt war die Katastrophenschutzübung ein voller Erfolg. Sie trug maßgeblich dazu bei, die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen zu stärken und die Einsatzbereitschaft für zukünftige Schadenslagen weiter zu verbessern.